München
Nach dem Abbruch der bestehenden Bebauung inklusive Bunker wurde eine anspruchsvolle Baugrube im Grundwasser hergestellt. Das Gebäude Mandlstraße 1 wurde unter Erhalt der denkmalgeschützten Fassaden und ausgewählter Innenbauteile umfassend saniert und zu Wohnzwecken umgebaut; Decken und Dachstuhl wurden erneuert, die historische Struktur bewahrt. Es entstanden ein Wohngebäude (ca. 50 × 13,5 m) sowie ein Verwaltungsgebäude (ca. 89 × 37 m) mit jeweils Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und Tiefgaragen. Das Tragwerkskonzept reduziert die vertikale Struktur auf wenige Innen- und Fassadenstützen mit großen Achsabständen sowie aussteifende Kernwände. Im ersten Untergeschoss ermöglichen frei spannende Wandscheiben oberhalb der Tiefgarage flexible Stützenstellungen und eine unterzugsfreie Deckenuntersicht. Abschließend wurde die denkmalgeschützte Thierschvilla von 1906 sensibel saniert – unter Erhalt der historischen „Kalbschen Decken“ und des ursprünglichen Holzdachstuhls.